Übersicht

Eine Bewerbung setzt sich immer aus mehreren Teilen zusammen. Während einige strengen "Vorschriften" unterliegen und nur wenig Raum für individuelle Gestaltungsfreiheit lassen, gibt es auch andere, in denen die Kreativität des Bewerbers gefragt ist.

Eine Bewerbung besteht immer aus

  • Anschreiben (Original)
  • Deckblatt (Original)
  • Lebenslauf (Original)
  • Lichtbild (Abzug)
  • Zeugnissen (Kopien)

Darüber hinaus können einer Bewerbungsmappe noch verschiedene Arbeitsproben beigelegt werden. In der letzten Zeit werden Bewerbungsmappen immer häufiger um die sogenannte "Dritte Seite" ergänzt.

Schreibwarengeschäfte führen eine breite Auswahl an Bewerbungsmappen. Sie können zwischen Schnellheftern, Klemmmappen und Einlegesystemen mit Thermo- oder Spiral-Bindesystem wählen. Natürliche Materialien liegen derzeit im Trend, auch wenn sie ein wenig teurer sind. Doch sollten Sie in keinem Fall an der Mappe sowie an der Qualität von Papier und Foto sparen. Die Unterlagen sollten nur auf dem Computer und mit einem qualitativ hochwertigen Drucker erstellt werden. Auch die Kopien sollten aus gutem Papier sein. Eventuelle Arbeitsproben sollten Sie als Farbkopie beilegen.
Die Unterlagen sollten in folgender Reihenfolge angeordnet werden:

  1. Anschreiben: oben auf die Mappe legen
  2. Deckblatt (evt. mit aktuellem Foto, s.u.)
  3. Lebenslauf (evt. mit aktuellem Foto, s.u.)
  4. Dritte Seite
  5. Zeugnisse: chronologisch oder nach Wichtigkeit sortiert (nur Kopien, keine Originale)
  6. Arbeitsproben: eine Auswahl, die einen Überblick über das Können vermittelt (in wissenschaftlichen und kreativen Berufen)
  7. Publikationsliste: sofern Sie bereits bewerbungsrelevante Veröffentlichungen haben

Lichtbild

Das Lichtbild kann entweder auf dem Deckblatt oder aber rechts oben auf dem Lebenslauf am besten mit „Klebe-Strips“ aufgeklebt werden. Aufkleben ist in jedem Falle Pflicht. Tackern oder das Befestigen mit einer Büroklammer ist ein Ausschlusskriterium!

Das Anschreiben

Das Anschreiben, das oben lose auf die Bewerbungsmappe gelegt wird, soll den jeweiligen Adressaten dazu veranlassen, sich die weiteren Bewerbungsunterlagen anzusehen. Je mehr Bewerbungen bei dem Verantwortlichen eingehen, umso kürzer ist die Zeit, die Sie zur Verfügung haben, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. In den Personalbüros großer Firmen sind dies in der Regel nicht mehr als drei Minuten. Denn genau so lange dauert das Lesen des Anschreibens für einen Geübten. Der Betriebsinhaber wird sich dagegen viel mehr Zeit nehmen und auf diesem Wege nicht nur den kleinsten orthografischen Fehler finden.

Daher machen Sie sich Ihre Stärken, Schwächen, Wünsche und Ziele bewusst, bevor Sie anfangen, Ihre Bewerbung zu schreiben. Ein Bewerber überzeugt Personalverantwortliche oder Arbeitgeber durch sein Können, ein klar erkennbares Profil und die Darstellung seiner beruflichen Zielvorstellungen. Seien Sie sich darüber bewusst! Nutzen Sie das Anschreiben, um zu überzeugen. Überzeugen müssen Sie sowohl durch ihre Qualifikationen als auch durch Ihre Persönlichkeit. Was können Sie, was andere nicht können? Stellen Sie Ihre besonderen Fähigkeiten oder Erfahrungen in den Vordergrund und erklären Sie, was Sie können und was Sie für den neuen Beruf an Fähigkeiten mitbringen.

Eine Bewerbung sollte schließlich aber auch immer das Ergebnis einer gründlichen Recherche sein. Daher sollten Sie nach Möglichkeit Ihre Kenntnisse über den Betrieb oder  das Unternehmen sowie Ihren künftigen Arbeitgeber und das gewünschte Anforderungsprofil in die Bewerbung miteinfliessen lassen.

Formalien

Papier: weiß, unliniert, qualitativ hochwertig, nicht zu dünn, DIN A4
Druck: hochwertig (Laser- oder Tintenstrahldrucker), einseitig, nicht verschmiert
Ränder: 3-4 cm rechts und links, mindestens 2,5 cm oben und unten
Schrift: schwarz, 1,5-zeilig, Schriftgröße 12, klassischer Schrifttyp (Times New Roman, Arial, usw.), Flattersatz
Orthographie: Rechtschreibungs-, Grammatik – und Interpunktionsfehler sind für jede Bewerbung tödlich!

Gliederung

  1. eigene Anschrift
  2. Betriebs-/Unternehmensanschrift
  3. Ort, Datum
  4. Anrede
  5. Text (etwa vier Absätze)
  6. Grußworte
  7. Unterschrift

Sprache/Formulierungen

Das Anschreiben sollte, wenn nicht anders erwünscht, in der gleichen Sprache wie die Stellenausschreibung verfasst sein. Formulieren Sie kurze Sätze (etwa 12 Worte). Achten Sie auf einen klaren Satzbau ohne Verschachtellungen. Verwenden Sie verständliche, präzise Worte. Gehen Sie auf spezielle Schlüsselbegriffe ein. Wenden Sie Fremdwörter und Fachjargon nur richtig, sinnvoll und in Maßen an. Unterlassen Sie Negativformulierungen, denn niemand will wissen, was Sie nicht können. Versuchen Sie durch die Wahl Ihrer Worte das Interesse des Arbeitgebers zu wecken. Sätze leben durch Verben! Sie gewinnen an Vitalität, Bildhaftigkeit, Plastizität. Es hilft, sich vorzustellen, selbst der Personalverantwortliche zu sein.

Inhalt

Der eigentliche Text sollte aufbauend auf die Anzeigenanalyse verfasst werden und sich aus der eigenen Motivation, den eigenen Kenntnissen, Fähigkeiten und praktischen Erfahrungen bezogen auf das Anforderungsprofil der ausgeschriebenen Stelle zusammensetzen.
Gehen Sie auf die Anforderungen aus der Stellenanzeige ein und stellen Sie anhand von Praxisbeispielen dar, inwieweit Sie diese Anforderungen erfüllen. Verwenden Sie die Schlüsselwörter, die auch in der Stellenausschreibung verwendet werden. Bis zu sieben fachliche Qualifikationen und persönliche Eigenschaften des Bewerbers sollten das Herzstück des Anschreibens bilden.
Nennen Sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten. Lassen Sie den Personaverantwortlichen nicht im Unklaren über ihre Ziele und Vorstellungen und skizzieren Sie kurz Ihren Werdegang und den Mehrwert, den Sie für den Betrieb bzw. das Unternehmen darstellen.
Achten Sie allerdings darauf, dass Sie hier nicht übertreiben, denn Eigenlob ist unattraktiv. Seien Sie dagegen ehrlich und nennen Sie die Fakten aus Ihrer Biografie, vermeiden Sie jedoch kontraproduktive Ehrlichkeit. Erwähnen Sie nichts, was Sie in ein ungünstiges Licht setzen oder Ihnen zum Nachteil ausgelegt werden könnte.

Gehen Sie auf alle Anfragen in der Stellenausschreibung ein und geben Sie auf Wunsch unbedingt Ihre Gehaltsvorstellung und Ihren Eintrittstermin an.

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