Der Lebenslauf

Der Lebenslauf soll einen gut strukturierten und schnell zu erfassenden Überblick über Ihren beruflichen und privaten Werdegang geben. Außerdem sollte er eine Vorstellung von Ihren bereits gesammelten Erfahrungen, Ihren Fähigkeiten und Ihren Interessen vermitteln. Ihr Lebenslauf muss überzeugen und Ihre Tätigkeiten sowie Ihre innere Einstellung wiederspiegeln. Daher überlegen Sie gut, ob Sie nicht vielleicht mehr Talente haben, als Sie glauben. Außerdem sollte Ihre Biografie im Idealfall lückenlos sein und Zielstrebigkeit erkennen lassen.
Für dieses Anliegen hat sich der tabellarische Lebenslauf durchgesetzt, der einen stichwortartigen Überblick über Ihre Vergangenheit gibt. Besonderheiten im Werdegang können und sollten optisch betont werden.

Formalien

Umfang: 1 bis maximal 2 DIN A4 Seiten
Schrift: schwarz, gängiger Schrifttyp, 1,5-zeilig, mind. Schriftgröße 10
Ränder: 3-4 cm rechter und linker Rand, 2,5 cm oben und unten
Formatierung: kann kreativ sein, aber Übersichtlichkeit muss gewährleistet sein; Seiten nummerieren

Inhalt und Gliederung

Der Lebenslauf sollte übersichtlich und ansprechend gestaltet und die Gliederung nachvollziehbar sein. Dafür bietet sich eine Kombination zwischen der chronologischen und der gruppenspezifischen Gliederung an.
Neben den persönlichen Daten müssen Sie Ihre Vergangenheit offen legen. Dafür lassen Sie die Jahre einfach einmal Revue passieren. Fangen Sie in der Grundschule, oder zumindest auf der Oberschule an. In der Regel haben Sie dann alle wesentlichen Stationen zusammen, auf die sie im Lebenslauf hinweisen sollten. Jedoch sollten Sie auf Überflüssiges verzichten.

Einige Autoren empfehlen Akademikern, die Angaben zur Grundschule wegzulassen und mit dem Abitur zu beginnen. Wenn Sie bereits berufstätig waren, macht es keinen Sinn, die einzelnen Abschnitte Ihres Studiums aufzuzählen. Hier reicht die Angabe, in welchem Zeitraum Sie studiert und wann Sie Ihren Hochschulabschluss gemacht haben. Während des Studiums absolvierte Praktika führen Sie anschließend gesondert unter einem andern Punkt (z.B. Praktika) auf.

Außer den Praktika gehören aber auch Ihre Hobbies, berufliche Nebentätigkeiten sowie ihre sonstigen Fähigkeiten, Kenntnisse und Interessen in den Lebenslauf.
Die Gliederung Ihres Lebenslaufs ist Ihnen überlassen. Einige Punkte dürfen in einem Lebenslauf allerdings nicht fehlen, damit der Personalverantwortliche sich schnell einen Eindruck über die Muss-, Soll- und Kann-Kriterien verschaffen kann:

  1. Persönliche Daten
  2. Schulausbildung
  3. Berufsausbildung/Studium
  4. Besondere Fähigkeiten/Kenntnisse
  5. Hobbies/Nebentätigkeiten
  6. Ort, Datum, Unterschrift

Das Deckblatt

Das Deckblatt, oft auch Eröffnungsblatt genannt, ist das erste Blatt in der Mappe. Es befindet sich in der Reihenfolge noch vor dem Lebenslauf.
In augenfälliger Schriftgröße (etwa 22 Punkt) werden Position und Unternehmen/Betrieb genannt. Darunter folgt zentriert das Foto.
Weitere Angaben: Vor- und Zuname, Adresse, Telefon, Mobil-Nummer, Fax und E-Mail.
Bei der Gestaltung des Deckblattes ist Kreativität gefragt, die jedoch dezent gehalten werden sollte.

Das Lichtbild

Das Foto prägt den ersten Eindruck besonders. Wählen Sie ein erstklassiges Porträtfoto in Farbe oder Schwarz-Weiß. Zeigen Sie sich als freundlicher Bewerber, der dem Betrachter aus dem Halbprofil fest in die Augen sieht. Sehen Sie gepflegt aus.
Das bedeutet für die Frau: gut frisiert, dezent geschminkt und ordentlich (leicht konservativ) gekleidet. Am besten ist ein Kostüm oder ein Bluse und Jackett mit dezentem Ausschnitt. Es ist unbedingt langärmlige Kleidung zu wählen.
Für den Mann: ordentlich frisiert und rasiert, helles (weißes) Hemd, Anzug/Jackett und eventuell Krawatte.
Das Format 4 cm x 6 cm ist optimal. Fotos sind immer fest aufzukleben, nicht zu tackern oder mit Büroklammern zu befestigen. Verwenden Sie "Hafties" bzw. "Strips",anstelle eines Klebestiftes.

Zeugnisse

Kein wichtiges Dokument vergessen? Dazu gehören z.B. das Abiturzeugnis oder die Hochschulzugangsberechtigung. Je länger Sie schon im Job sind, desto eher können Sie Abi-Zeugnis und Praktikumsnachweise weglassen. Auch Bescheinigungen über PC-Kurse oder Sprach-Seminare sind nur sinnvoll, wenn sie einen direkten Bezug zur ausgeschriebenen Stelle haben.
Arbeitsproben sollten Sie nur beifügen, wenn sie ausdrücklich gefragt sind. Erwähnen Sie ruhig Ihre Zusatzausbildungen, Seminare, Preisgewinne oder Ehrenämter und belegen Sie diese nach Möglichkeit.
Für Bewerbungen in der Wissenschaft ist eine Liste der Veröffentlichungen wichtig. Fehlt ein Beleg, nennen Sie die Station dennoch im Lebenslauf, Sie vermeiden damit, dass Ihr Lebenslauf stereotyp wirkt.

Die Dritte Seite (3. Seite)

Die 3. Seite ist erst seit kurzer Zeit in die Bewerbungsmappe aufgenommen. Sie ermöglicht es Ihnen, der Bewerbungsmappe Ihre ganz persönliche Note zu geben und Ihre Persönlichkeit mit Ihren besonderen Stärken erneut darzustellen.
Im Unterschied zum Anschreiben ist Ihnen bei der Gestaltung der 3. Seite keine Grenze gesetzt. Die 3. Seite spielt die Rolle eines "Eye-Catchers", der Text sollte kurz und knackig formuliert sein sowie Optimismus und Tatendrang vermitteln.

Mögliche Überschriften

  • Zu meiner Person
  • Über mich
  • Warum Sie mich kennen lernen sollten
  • Was sonst noch für mich spricht
  • Was Sie sonst noch von mir wissen sollten
  • Meine Motivation

Textbeispiel

Zu meiner Person
Wenn ich mich beschreiben sollte, würde ich mich als ruhig, ausgeglichen und geduldig bezeichnen, ohne ein Langweiler zu sein. Darüber hinaus treffe ich gerne Entscheidungen und handle vorausschauend und zielorientiert. Ich behalte auch im Notfall die Nerven und bleibe souverän. Außerdem besitze ich ein gutes Einfühlungsvermögen gegenüber Mensch und Tier und verfüge über Verhandlungsgeschick.
Durch diese Fähigkeiten, gepaart mit meiner Begeisterung für den landwirtschaftlichen Beruf, bin ich aus meiner Sicht der geeignete Mitarbeiter für Sie. Wann darf ich Sie davon persönlich überzeugen?
 

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