Das Projekt „Bewerbung“

In jedem Beschäftigungsfeld gibt es mehr oder weniger zahlreiche und unterschiedliche Stellenangebote, die unterschiedliche Qualifikationen an die Bewerber stellen. Genauso unterschiedlich sind aber auch die Ansprüche des Arbeitssuchenden an den Arbeitsplatz.

Wann bewerbe ich mich

Nur wenn Ihnen als potentieller Bewerber die ausgeschriebene Stelle wirklich zusagt, werden Sie die Kosten und Mühen auf sich nehmen und eine Bewerbungsmappe erstellen. Damit Sie sich jedoch von der Stellenausschreibung angesprochen fühlen, muss folgendes stimmen:

  1. Das Image des Betriebes oder der Firma muss Sie ansprechen (Gestaltung der Anzeige, Gliederung usw.)
  2. Der angegebene Aufgabenbereich muss für Sie Routine und Herausforderung zugleich darstellen
  3. Aufgabengebiet und Arbeitsplatz muss Ihren Wunsch- und Zielvorstellungen zumindest teilweise entsprechen
  4. Das angegebene Anforderungsprofil muss zu etwa 75 % mit Ihren persönlichen Fähigkeiten übereinstimmen
  5. Die geforderten Schlüsselqualifikationen müssen Sie bereits nahezu vollständig besitzen oder aber anstreben
  6. Die geforderten Soft Skills (Charaktereigenschaften) sollten Ihnen eigen sein, auf jeden Fall sollten Sie ihnen positiv gegenüber eingestellt sein.

Nur wenn diese Kombination gegeben ist, sollten Sie sich auf die Stelle bewerben.

Die Anzeigenanalyse

Bevor das Anschreiben verfasst wird, sollte eine genaue Anzeigenanalyse der Stellenausschreibung erfolgen. Welcher Betrieb oder welches Unternehmen (Zweig, Sitz, Image), sucht Wen (Anforderungsprofil), mit welchen Fähigkeiten (Schlüsselqualifikationen, Hart Facts) und Eigenschaften (Soft Skills) für welche Aufgaben, ab wann und zu welchen Bedingungen?

Arbeiten Sie die Antworten auf die o.g. Fragen aus dem Wortlaut der Stellenanzeige heraus. Anschließend vergleichen Sie diese Analyse mit Ihrer Persönlichkeits- und Zielanalyse. Vergleichen Sie Ihre eigenen Fähigkeiten, Vorstellungen und Ziele mit dem skizzierten Anforderungsprofil. Berücksichtigen Sie auch, ob die Aufstiegschancen, die Sie z.B. in einem Unternehmen sehen, ihren Vorstellungen entsprechen.

Sinn und Zweck von Bewerbungen

Bei jeder Bewerbung, die Sie losschicken, sollten Sie sich bewusst sein, dass sich in der Regel mehrere qualifizierte Leute auf diese Stelle bewerben.

Bei Personalverantwortlichen (Personaler) großer Unternehmen handelt es sich um geschulte, häufig konservative Leute, deren wichtigste Aufgabe es ist, die handvoll Besten aus den Bewerbern herauszusuchen und zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, um schließlich den Besten für das Unternehmen einzustellen. Die Auswahl erfolgt in aller Regel anhand der eingegangenen Bewerbungsmappen. Schon der Briefumschlag, in dem die Mappe versandt wurde, entnehmen die Personalverantwortlichen Plus- oder Minuspunkte.

Der Sinn einer Bewerbung ist es, auf sich aufmerksam machen, ohne dabei unangenehm oder aufdringlich zu wirken. Lieblose, schnell und schlampig erstellte Mappen gehören genauso zu den Ausschlusskriterien wie Produkte übertriebener Kreativität. Beispiele dafür sind telefonbuchdicke oder ledergebundene Bewerbungswälzer und in der Regel Anschreiben auf buntem Papier, CD-Roms oder etwa Videokassetten. Eine Bewerbung soll vor allem die Fähigkeiten und Neigungen des Bewerbers sowie seine Persönlichkeit wiederspiegeln. Die Bewerbung ist seine Visitenkarte, die einen Eindruck hinterlässt. Der Vorteil, den der Arbeitgeber von der Einstellung des Bewerbers erlangt, sollte dem Beurteilenden bereits schon beim ersten Durchblättern der Bewerbung ersichtlich werden.

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