Weidenfütterung optimieren

Nun ist es an der Zeit, die Rinder vom Stall wieder auf die Weide zu lassen. Hierbei ist eine richtige Futterumstellung entscheidend, da dies ansonsten zu Durchfällen, Leistungsabfällen und nachfolgenden Fruchtbarkeitsstörungen führen kann. Die LWK Niedersachsen gibt Tipps für eine optimale Fütterung.

Die Anpassung der Tiere auf eine Weidenfütterung sollte etwa zwei Wochen dauern. Denn der Futterwechsel von trockensubstanzreichem, relativ gut strukturiertem Winterfutter auf strukturarmes, wasser- und eiweißreiches Grünfutter zieht einen erheblichen Stress für die Pansenbakterien mit sich. Daher bedarf es einer langsamen Umgewöhnung der Pansenflora. Es empfiehlt sich, die Tiere anfangs nur für ein paar Stunden auf der Weide grasen zu lassen. Vor allem die späten Vormittagsstunden eignen sich hierfür, da das Gras gut abgetrocknet und die Tiere bereits durch ihre Stallration gesättigt sind.

Die LWK Niedersachsen rät, bei Ganztagsweide die Kraftfuttermenge auf maximal sieben Kilogramm pro Tag bei Kühen und maximal fünf bis sechs Kilogramm bei Färsen zu begrenzen. Entscheiden sich Landwirte für eine Halbtagsweide, liegt die maximale Kraftfuttermenge bei Kühen bei zehn Kilogramm pro Tag und bei Färsen bei sieben bis acht Kilogramm. Ein höheres Leistungsniveau kann durch das Zufüttern mit Gras- und Maissilage erfolgen. Die Tiere befinden sich hierbei nur halbtags auf der Weide und erhalten die Zufütterung nachts.

Futterergänzungen

Als Futterergänzung empfiehlt LWK Niedersachsen neben Trockenschnitzeln oder Körnermais handelsübliche Leistungskraftfutter der Energiestufe III mit maximal 14 Prozent Rohprotein und niedrigem RNB-Wert. Mit einem speziell für die Weide konzipierten Mineralfutter (100g pro Kuh und Tag) wird die Natriumversorgung und der Bedarf an Spurenelementen wie Selen gedeckt.

Zur richtigen Fütterung ist die Wasserversorgung entscheidend. Kühe benötigen täglich je nach Temperatur 80 bis 150 Liter Wasser. In der Praxis haben sich vor allem große Bottiche bewahrt. Wichtig sind zudem kurze Wege zum Wasserplatz. Viele Betriebe nutzen derzeit auf der Weide einen einzelnen Wasserwagen mit Schalentränke. Dies reicht für eine optimale Versorgung der Tiere nicht aus.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Margot Kessler / pixelio.de

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