Thüringer Initiative zur Stärkung der Schafhaltung

Die Schafhaltung soll in Deutschland verstärkt gefördert werden. Zu diesem Entschluss kamen die Umweltminister von Bund und Ländern bei der Umweltministerkonferenz in Berlin und schlossen sich somit der Thüringer Initiative zur Stärkung der Schafhaltung an. Grund dafür ist der starke Rückgang der deutschen Schafbestände.

„Ziel muss es sein, ab 2017 die EU-seitig vorhandenen Spielräume der Förderung der Schafhaltung auch in Deutschland endlich zu nutzen“, findet Anja Siegesmund, Thüringens Umweltministerin. Zudem betonte sie die wichtige Bedeutung der Schafhaltung in Bezug auf den Naturschutz: „Ohne die Beweidung mit Schafen und Ziegen lassen sich viele seltene Arten im Offenland kaum erhalten. Schäfer sind Berufsnaturschützer. Diesen Berufsstand dürfen wir nicht aussterben lassen.“

Schafbestände deutlich gesunken

Im Jahr 2015 wurden in Thüringen lediglich 96.500 Mutterschafe gezählt. Somit hat sich dort der Bestand seit 1990 etwa halbiert. Grund für den Rückgang sei die seit 2005 eingeführte Flächenprämie, die bis 2013 die gekoppelte Prämie - wie die Mutterschafprämie - ablöste. Damit die Schafbestände nicht noch weiter abnehmen, sollen diese mithilfe verschiedener Instrumente gefördert werden.

Dabei wird über die Möglichkeit, die Mutterschafprämie wieder einzuführen und über eine stärkere Umschichtung der Gelder nachgedacht. So könnten die einzelnen Bundesländer eigene Förderprogramme für den ländlichen Raum auflegen. Zudem wird die Mutterschafprämie bereits in 22 EU-Mitgliedstaaten erfolgreich angewandt und könnte in der Gemeinsamen Agrarpolitik in der Europäischen Union durchaus möglich sein.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: M. Großmann / pixelio.de

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