Studie: Pro Jahr 5,2 Milliarden Euro Mehrkosten für deutsche Landwirte

Eine Studie im Auftrag des Deutschen Bauernverbands (DBV) hat errechnet, dass der deutschen Landwirtschaft durch europäische und nationale Auflagen im Umwelt-, Klima- und Tierschutz mehr als 5,2 Mrd Euro Mehrkosten pro Jahr entstehen.

Die Urheber der Studie Prof. Helmut Karl Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftspolitik an der Ruhr-Universität Bochum, sowie Dr. Steffen Noleppa vom Forschungsinstitut HFFA Research analysierten die Mehrkosten und Mindererlöse durch europäische und deutsche Umweltstandards sowie zusätzliche Auflagen in den Bereichen Gewässerschutz, Düngung, Pflanzenschutz, Tierhaltung, Cross Compliance, Greening sowie Emissionsschutz.

„Die deutschen Landwirte stehen ohne Wenn und Aber zu den hohen nationalen und europäischen Standards für Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung“, erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied Mitte September in Berlin. Verglichen mit anderen Erzeugungsregionen führten diese Standards aber zu höheren Kosten in der deutschen Landwirtschaft. „Dafür muss die Gemeinsame Agrarpolitik auch zukünftig eine Antwort finden“, forderte Rukwied.

Für ihn zählt die Einhaltung der Standards zu den öffentlichen Leistungen des Sektors Landwirtschaft, „die einen Wert haben müssen“. Durch die zusätzlichen Kosten entstehe den Landwirten ein erheblicher Wettbewerbsnachteil, der in der politischen Diskussion um die EU-Agrarzahlungen berücksichtigt werden müsse, so der DBV-Präsident.

Bricht man die 5,2 Mrd Euro auf den einzelnen Betrieb herunter bedeutet das rund 315 Euro an Mehrkosten pro Hektar oder jährlich fast 28 000 Euro für einen durchschnittlichen Hof im Haupterwerbsbetrieb.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

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