Studie: Auswirkung der Landwirtschaft und Pflanzenschutzmittel auf Bienen

Agrarflächen fördern die Bienengesundheit! Zu diesem Ergebnis kommt die Studie eines amerikanischen Forscherteams aus Tennessee. Über ein Jahr untersuchten die Forscher, welche Auswirkungen landwirtschaftliche Flächen und Pflanzenschutzmittel auf Honigbienen haben.

Die University of Tennessee Institute of Agriculture analysierte in ihrer Studie „Agrarlandschaften und Pestizide - Effekte auf die biologischen Merkmale der Honigbiene“ 16 Honigbienen-Völker auf vier verschiedenen Landschaften mit unterschiedlicher landwirtschaftlicher Nutzungsintensität: Reihenkulturen, einem konventionellen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und eine nicht-landwirtschaftliche Fläche. Die Bienen wurden auf Gewichtsveränderungen, Brutproduktion, Wärmeregulierung der Bienenvölker und gesammelte Pollen genauer untersucht.

Die Studie kommt zu einem klaren Ergebnis. Die Landschaft wirkt sich signifikant auf die Bienengesundheit und die Entwicklung der Bienenvölker aus. Auf den Agrarlandschaften konnte ein signifikant größeres Gewicht der Bienen, sowie Brutproduktion als im nicht-landwirtschaftlichen Gebiet festgestellt werden. Kurz: Die Bienen wuchsen auf landwirtschaftlichen Flächen schneller und wurden folglich größer. Zudem stellten die Forscher bei den Bienen auf landwirtschaftlichen Flächen eine bessere Wärmeregulierung im Bienenstock fest. Dies führen sie auf die größeren Völker zurück.

Auswirkung von Pflanzenschutzmittel auf Bienen gering

Urbane Gebiete erhöhen zwar nach Angaben der Wissenschaftler die Brutaktivität, aber nicht das Gewicht des Volkes. Dies wird darauf zurückgeführt, da die Bienen dort nur schwer Nahrung finden und sich weniger vermehren. Aufgrund des Nahrungsmangels in Städten starben bei den Untersuchungen zwei Bienenvölker. Die höchste Brutaktivität hätten Bienen in einem Mischgebiet aus Agrarflächen, Forst und urbanem Raum. Durch die Vielfalt der Pollen würde laut der Forscher die Entwicklung des Volkes gefördert.

Die Untersuchungen der Forscher beziehen sich unter anderem auf die Auswirkung von Pflanzenschutzmitteln – darunter auch ein Neonicotionid - auf die Bienen. Das Ergebnis: Die Menge des Pflanzenschutzmittels an den Pollen war relativ gering und für die Bienen nicht tödlich. Ein Zusammenhang, dass Bienenvölker, die mehr Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt sind, weniger produktiv wären, wurde nicht gefunden.

Die Studie wurde durch das Agricultural Research Service Pest Management Program des US-Landwirtschaftsministeriums gefördert und im Journal of Economic Entomology veröffentlicht.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Rene Albarus / pixelio.de

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