Schlimme Zustände bei Tiertransporten

Die Bundesärztekammer erhält immer wieder erschütternde Berichte über eklatante Zustände bei Tiertransporten in Länder außerhalb der EU. Jetzt fordert der Verband die Bundesregierung auf, Transporte in Drittländer zu verbieten, solange bestimmte Anforderungen nicht umgesetzt werden können.

„Wir halten es für dringend geboten, dass endlich Maßnahmen ergriffen werden, die sicherstellen, dass die tierschutzrechtlichen Vorschriften erfüllt werden. Es ist unhaltbar, dass Tiere an der Grenze stunden‐ oder sogar tagelang bei sengender Hitze, ohne Versorgung mit Futter oder Wasser, in den Transportern ausharren müssen. Es gibt keinen Notfallplan, keine Unterbringung der Tiere in solchen Fällen“, sagt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer.

Bundesregierung soll helfen

Die Bundesregierung soll sich nun dafür einsetzen, dass der Tierschutz bei internationalen Transporten bedingungslos eingehalten wird. Zudem soll eine schnelle Abwicklung beim Grenzübertritt gewährleistet werden. Können Wartezeiten nicht vermieden werden, wird von der Bundestierärztekammer ein schnelles Abladen und eine ordnungsmäßige Versorgung der Tiere in Unterbringungen verlangt.

Weiter fordert die Bundestierärztekammer von der Bundesregierung, dass die Mitgliedsstaaten die zuständigen Abfertigungsbehörden zur Umsetzung der von der Europäischen Kommission aufgestellten Forderungen einhalten. Zudem solle die Europäische Kommission ein externes Audit beauftragen, um regelmäßige Kontrollen durchführen zu können.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Moni Sertel / pixelio.de

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