Schleswig-Holstein fördert Tierwohl-Stallbauten

Das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein passt die Förderrichtlinien zum Bau von Tierwohlställen an. Dabei wurden Verbesserungsvorschläge aus der Praxis aufgenommen. Die Agrarinvestitionsförderung ist bereits in Kraft getreten, gilt bis zu einer Grenze von 2,0 Großvieheinheiten pro Hektar und muss eine Güllelagerkapazität für mindestens neun Monate vorweisen.

Für das kommende Antragsverfahren stehen bauwilligen Landwirten zwei Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Der Förderantrag kann vom ersten Februar bis zum 15. März 2017 gestellt werden. „Mit der Förderung von ausgewählten Stallbauten unterstützt die schleswig-holsteinische Landesregierung den Bau von Ställen, die mehr Tierwohl ermöglichen. Ohne diese Förderung würden solche Ställe derzeit nicht gebaut, weil der Markt die höheren Kosten nicht honoriert“, sagt Dr. Robert Habeck, Schleswig-Holsteins Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.

Aktuelle Änderungen

Bei den Förderrichtlinien wurden einige Änderungen vorgenommen: Die Liegeflächen für Mutterkühe wurden einheitlich auf sieben Quadratmeter festgelegt. Beim Platzbedarf in der Rindermast wurde die Kategorie „bis 200 kg mind. 2,5 Quadratmeter pro Tier“ zugunsten einer genaueren Einstufung aufgenommen. Zudem soll bei einem Bauvorhaben die Erstellung von Mistplatten in Höhe von 20 Prozent bezuschusst werden. Eine separate Förderung einzelner Mistplatten ist nicht vorgesehen.

In den Jahren 2015 und 2016 haben 15 Landwirte in Schleswig-Holstein Zuschüsse durch das Agrarinvestitionsförderprogramm erhalten. Das Investitionsvolumen der geförderten Vorhaben liegt bei insgesamt rund 5,5 Millionen Euro.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Benjamin Klack / pixelio.de

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