Schlachtschweine: Trotz großem Angebot stabile Preise

Die deutsche Leitnotierung blieb mit 1,45 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) auch bei der Bekanntgabe vom 08. November unverändert. Obwohl das Angebot an Schlachtschweinen in Deutschland wie auch in der gesamten EU zuletzt zugelegt hat.

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG), die die Leitnotierung ermittelt, hat als Preis Stabilisator vor allem das kommende Weihnachtsgeschäft ausgemacht. Die Fleischhersteller fragen dafür bereits kräftig nach, was den Preis treibt. Insgesamt gut versorgt präsentierte sich auch der österreichische Schlachtschweinemarkt. Zwar konnten dort nicht alle Tiere zeitnah vermarktet werden, mit Blick auf die zunehmende Nachfrage der Wurstabrikanten in den nächsten Wochen konnte aber auch der Verband der landwirtschaftlichen Veredlungsproduzenten (VLV) seinen Orientierungspreis auf dem Niveau der Vorwoche von 1,46 Euro/kg SG halten.

Stabil blieben auch die Auszahlungsleistungen für die Mäster in Dänemark, Italien und Belgien. Mit einem Minus von 0,6 Cent/kg SG gegenüber der Vorwoche konnte sich die Schlachtschweinenotierung in Frankreich zumindest knapp behaupten. Lediglich in Spanien kam es am Mercolleida am vergangenen Donnerstag zu einem weiteren deutlichen Abschlag; die Notierung gab dort um 1,7 Cent auf 1,038 Euro/kg Lebendgewicht (LG) nach. Im Vergleich zu den EU-Wettbewerbern können die spanischen Schlachtbetriebe die Schweine mittlerweile merklich günstiger einkaufen.

In der Woche zum 5. November hatten die Schlachtschweinepreise in den EU-Mitgliedstaaten nach Kommissionsangaben noch spürbar unter Druck gestanden. Tiere der Handelsklasse E erlösten nur noch 146,58 Euro/100 kg SG; das waren 2,78 Euro oder 1,9 % weniger als in der Vorwoche. Überdurchschnittliche starke Abschläge zwischen 3,1 % und 3,7 % mussten dabei die Erzeuger in den Niederlanden, Tschechien, Rumänien und Belgien verkraften. In Spanien, Portugal, Ungarn und Österreich gaben die Notierungen um jeweils 2,6 % nach, in Polen um 2,3 %.

Die Mäster in Frankreich, Deutschland und Dänemark erhielten zwischen 1,5 % und 1,7 % weniger Geld für ihre Tiere. Auf dem Vorwochenniveau abgerechnet wurden hingegen schlachtreife Tiere in Italien, Großbritannien und Schweden. Das einzige Land mit anziehenden Schlachtschweinepreisen war laut EU-Kommission Finnland, wo Aufschläge von durchschnittlich 0,6 % gezahlt wurden.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Udo Böhlefeld / pixelio.de

Suche

Newsletter

Tagcloud