Rinderbestand nimmt weiter ab

Der Rinderbestand ist in Deutschland weiter rückläufig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kann ein Rückgang von 1,4 Prozent verzeichnet werden. Aktuell werden bundesweit 12,4 Millionen Rinder gehalten.

Laut der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH sind in den einzelnen Tierkategorien vor allem rückläufige Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten. Allerdings stieg die Anzahl der Schlachttiere bei Kälbern, Jungrindern und weiblichen Rindern über einem Jahr an. Zeitgleich erfolgte jedoch ein Rückgang bei den weiblichen Zuchttieren.

Bereits im Jahr 2016 wurde ein Rückgang des Rinderbestandes von 0,3 Prozent festgestellt. Ein Jahr später nahm der Bestand noch einmal deutlich um 1,4 Prozent ab. Aktuell kann der Bestandsumfang mit dem Jahr 2013 verglichen werden. Hinzu kommt, dass es immer weniger Milchkuhbetriebe gibt. Im Mai 2017 wurden rund 67.319 Milchkuhbetriebe gezählt. Diese haben im Vorjahresvergleich um 5,6 Prozent abgenommen.

Größere Rinderbestände im Trend

Zwar bestimmen aktuell die rückläufigen Bestandszahlen das Bild des deutschen Rinderbestandes, dennoch hat die Zahl der Milchkühe zugenommen. AMI sieht das im Trend zu größeren Rinderbeständen. Lag die durchschnittliche Bestandsgröße im Jahr 2010 bei 45 Tieren, sind es 2017 rund 63 Milchkühe. Dies ist ein Anstieg von etwa 40 Prozent.

Dies macht deutlich, dass die Bedeutung kleinerer Bestände zurückgeht und sich der Trend hin zu Tierzahlen über 100 Tieren fortsetzt. Das Statistische Bundesamt zeigt in aktuellen Zählergebnissen, dass in Deutschland etwa ein Viertel der Milchkühe in Beständen mit mindestens 200 Tieren gehalten werden. Mehr als die Hälfte der Milchkühe befinden sich mittlerweile in Betrieben mit mindestens 100 Tieren.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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