Richtig „zu“ geht so…

Aktuelle Studie belegt1: Bei Milchkühen sind zwei Wochen nach dem Trockenstellen über 40 % der Zitzen noch nicht durch einen Keratinpfropf verschlossen. Nach sechs Wochen sind immer noch 30 % der Zitzen offen und bieten Keimen aus der Umwelt einen ungehinderten Zutritt ins Euter.

Die Trockenstehzeit spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Mastitiden. In die europaweit angelegte Studie wurden 12 Betriebe aus 6 europäischen Ländern mit insgesamt 522 Kühen einbezogen. Die Tiere wurden zum Zeitpunkt des Trockenstellens sowie 2 Wochen und 6 Wochen nach Beginn des Trockenstellens untersucht.

Dokumentiert wurde die Sauberkeit der Zitzen beim Trockenstellen. Durchschnittlich wurden mehr als ein Drittel aller Zitzen zu diesem Zeitpunkt als schmutzig beurteilt, jedoch mit einer hohen Variabilität zwischen den einzelnen Betrieben (Abb. 1)1.

Des Weiteren wurde begutachtet, bei wie vielen Zitzen die Ausbildung eines Keratinpfropfes ausbleibt. Der Anteil offener Zitzen variierte von Betrieb zu Betrieb sehr stark: Durchschnittlich blieben 42 % der Zitzen 2 Wochen nach Beginn des Trockenstellens offen (Abb. 2 a)1, nach 6 Wochen waren es immer noch 31 % (Abb. 2 b)1.

Was können Sie tun, wenn Euterhygiene und Zitzenschluss bei je einem Drittel der Zitzen unzureichend sind und Sie das Risiko einer Mastitis sowie den späteren Einsatz von Antibiotika minimieren zu wollen?

Sie können dafür sorgen, dass „Zu“ richtig „Zu“ ist:

Für die Optimierung der Euterhygiene bietet die Bayer Tiergesundheit Ihnen praxisnahe Informationsfilme, die Sie über das Internet (https://www.youtube.com/user/BayerTiergesundheit) nutzen können oder fragen Sie Ihren Tierarzt nach den Bayer-Lehrfilmen auf DVD.

Eine wirksame Möglichkeit das Euter während der Trockenstehzeit vor Neuinfektionen mit Umweltkeimen zu schützen, ist das Versiegeln der Zitzen2,3,4. Fragen Sie Ihren Tierarzt!

 

 

  1. Bradley A. J. et al.: An investigation of the dynamics of intramammary infections acquired during the dry period on European dairy farms. J. Dairy Sci. 98: 6029-6047, 2015.

  2. Spohr M. et al.: Ersatz von Langzeitantibiotika durch interne Zitzenversiegler zum Trockenstellen gesunder Euterviertel. Tierärztl. Umschau 69, 55-64., 2014

  3. Mütze K. et al.: The effect of dry cow antibiotic with and without an internal teat sealant on udder health during the first 100 days of lactation: a field study with matched pairs. J. Dairy Res. 79 (4): 477-484, 2012.

  4. Runciman D. J. et al.: The use of an internal teat sealant in combination with cloxacillin dry cow therapy for the prevention of clinical and subclinical mastitis in seasonal calving dairy cows. J. Dairy Sci. 93: 4582-4591, 2010.

 

Foto: Bayer Vital GmbH, Leverkusen

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