Rettungsmaßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung

Neue Wege für einen schonenden Umgang mit Nahrungsmitteln zu finden, ist das Ziel der 38 Akteure des Bündnisses „Wir retten Lebensmittel“. Dieses wurde vor einem Jahr von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gegründet. Jetzt fiel der Startschuss für 17 geplante Rettungsmaßnahmen, die Verbraucher gezielt auf die derzeitige Lebensmittelsituation aufmerksam machen sollen.

Akteure sensibilisieren

Die Erzeugung von Lebensmitteln nimmt etliche Ressourcen in Anspruch und ist ein aufwendiger Prozess. Eine Studie des FAO kam 2011 zu dem Ergebnis, dass weltweit 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel auf dem Weg vom Acker bis zum Teller verloren gehen. Um diese Schwierigkeit anzugehen, gründete Helmut Brunner 2015 das Bündnis „Wir retten Lebensmittel“ und hat seitdem ein klares Ziel vor Augen: „Wir wollen alle Akteure der Wertschöpfungskette für mehr Wertschätzung im Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren.“ Schließlich gebe es vom Erzeuger über den Handel bis zum Verbraucher auf allen Ebenen Handlungsfelder, die man gezielt angehen kann. Das sehen Erzeuger und Verbraucher, aber auch Handels- und Verbraucherorganisationen, sowie Vertreter der Außer-Haus-Verpflegung und karitative Einrichtungen genauso und schlossen sich dem Bündnis an.

Kreative und innovative Maßnahmen

Die geplanten Rettungsmaßnahmen sind kreativ und reichen vom Lebensmittel-Führerschein für Schulkinder, über die Entwicklung einer Smartphone-App zur Prüfung der Verzehrfähigkeit bis zu einem Ideen-Wettbewerb zur Weiterverarbeitung von Nebenprodukten. Mit diesen Maßnahmen sollen Lebensmittel, die auf dem Müll landen Geschichte werden.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Humeh / pixelio.de

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