Neues Weidemilch-Label

Am Sonntag den 23. April wurde das neue norddeutsche Weidemilchlabel auf dem Hof Hanken unter dem Motto „Auf die Weide, fertig, Gras!“ vorgestellt. Seit Montag ist die Milch nun in den Supermärkten erhältlich. Die Landesregierung will mit dem Weidemilchprogramm die veränderten gesellschaftlichen Ansprüche an landwirtschaftliche Produktionsverfahren aufgreifen.

Die Weidemilch unterliegt verschiedenen Haltungskriterien. Dazu zählt die Weideperiode. Die Tiere müssen sechs Stunden an 120 Tagen im Jahr oder jährlich mindestens 720 Stunden an der frischen Luft verbringen. Hinzu kommt die Futterversorgung. Die Mindestgrundfutterfläche je Milchkuh pro Betrieb und Kalenderjahr liegt bei 2.000 Quadratmeter. Außerdem muss mindestens die Hälfte der Fläche in direkter Nähe der Melkanlage liegen. Zudem wird ab der Weidesaison 2017 die Milch auf Basis von GVO-freiem Futter erzeugt. Bei dem Weideland handelt es sich um Dauergrünland, um die natürlichen Ressourcen zu schützen.

Mehrerlös für Landwirte

Das Besondere an der Weidemilch ist neben deren strengen Kriterien, dass der Mehrerlös landwirtschaftlichen Betrieben zu Gute kommt. Allen teilnehmenden Landwirten soll pro abgelieferter Milchmenge in Kilogramm ab dem Jahr 2018 ein Mehrerlös von fünf Cent gezahlt werden.

Für das Weidemilchprogramm verabschiedeten rund 20 Organisationen die gemeinsame Charta „Weideland Norddeutschland“. Zu diesen gehören Vertreter aus dem Tier-, Verbraucher- und Naturschutz, verschiedene Molkereiunternehmen und landwirtschaftliche Interessenvertreter aus Niedersachsen. Der erste Händler, der die Weidemilch in seinen Regalen verkauft, ist der Discounter Lidl. Ab Anfang Mai wird die norddeutsche Weidemilch in ausgewählten Regionen in Norddeutschland zu finden sein.

Quelle: www.kupconcept.de

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