Mehr Fipronil-Eier als zunächst angenommen

28,1 Millionen mit Fipronil belastete Eier sollen aus den Niederlanden nach Deutschland gelangt sein. Davon berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium ist lediglich von 10,7 Millionen Eiern ausgegangen.

Grundlage für die 28,1 Millionen mit Fipronil belasteten Eier ist eine Auswertung des niedersächsischen Agrarministeriums auf Basis der Daten im EU-Schnellwarnsystem. Rückrufe zu all diesen Chargen seien bereits nach Angaben des Ministeriums erfolgt. Rund 17 Millionen Fipronil-Eier seien wieder nach außerhalb geliefert worden. Dies umfasse zum einen Eier aus niederländischen Verdachtsbetrieben und zum anderen Eier aus insgesamt vier Legehennenbetrieben im Bundesland, in denen Fipronil nachgewiesen worden sei.

Gesetzliche Maßnahmen zugunsten der Verbraucher

Aufgrund des Skandals fordert foodwatch von der Bundesregierung wirksame gesetzliche Maßnahmen gegen Gesundheitsgefahren und Betrug im Lebensmittelsektor. Ein Aktionsplan soll immer wiederkehrende Lebensmittelskandale, die ein ähnliches Muster aufweisen, verhindern. Unternehmen müssen dabei verpflichtet werden, ihre Lebensmittel auf gesundheitliche Unbedenklichkeit und verbotene Substanzen zu kontrollieren. Wer gegen die Vorschriften verstößt, müsse zukünftig härter bestraft werden. Dies soll Unternehmen abschrecken und verhindern, dass gesundheitlich bedenkliche Lebensmittel auf den Markt gebracht werden. Zudem soll die Beweislast umgekehrt werden. Nicht die Verbraucher, sondern die Unternehmen müssen nachweisen können, dass die Produkte unbedenklich sind, fordert foodwatch.

Auch eine lückenlose Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette von Lebensmitteln müsse gewährleistet werden. Aktuell müssen Lebensmittelunternehmen lediglich ihre Zulieferer und Abnehmer kennen.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Petra Bork / pixelio.de

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