Mahn- und Solidarfeuer gegen uneingeschränkte Ausbreitung der Wölfe

Berufsschäfer sehen sich zunehmend in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet. Schuld daran sind die zunehmenden Risse von Nutztieren durch Wölfe. Deshalb fordert der Förderverein der Deutschen Schafhaltung die Politik dazu auf, den Umgang mit Wölfen sowie die Entschädigungspraxis nach Rissen zu überdenken und an zu passen.

„Gerade dort, wo Schafherden üblicherweise weiden, etwa auf langgezogenen Deichen, Naturflächen oder in Mittelgebirgen, lassen sich die Tiere nicht effektiv schützen und fallen angreifenden Wolfsrudeln zur Beute“, so Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, in einer Pressemitteilung. Doch auch Herden, die von Herdenschutzhunden beschützt werden, sind dem Wolf ausgeliefert. Hinzu komme, dass die Tiere sich von Menschen, der Nähe von Straßen und Siedlungen nicht mehr abschrecken lassen.

Deutschlandweite Aktion

In Sachsen fallen nach Angaben des Fördervereins etwa drei Viertel aller Schafrisse durch Wölfe auf geschützte Haltungen. Aus diesem Anlass ruft der Förderverein der Deutschen Schafhaltung und die Weidetierhalter Nordost-Niedersachsen zur deutschlandweiten Aktion „Mahn- und Solidarfeuer“ gegen die uneingeschränkte Ausbreitung der Wölfe auf. Der Termin ist am 12. Mai 2017 ab 19:30 Uhr.

Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung wurde im Jahr 2010 gegründet. Ziel des Vereins ist die Aufklärung der Leistung der Schafhaltung, die Förderung des Natur- und Umweltschutzes, sowie die Unterstützung für unverschuldet in Not geratene Schafhalter.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: daniel stricker / pixelio.de

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