Freilandhaltung kann Umwelt schaden

Freilandhaltung von Legehennen kann zu umweltschädlicher Überdüngung führen. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Jürgen Heß mit seinem Forschungsprojekt an der Universität Kassel/ Witzenhausen. Um dieser Schwierigkeit entgegen zu wirken, empfiehlt Heß Mobilställe, die versetzt werden können.

„Die Hühner neigen dazu, sich in Stallnähe aufzuhalten und dort einen bedeutenden Teil ihres Kots abzusetzen, der Stickstoff- und Phosphorverbindungen enthält. Wenn der Stall nicht oder zu selten bewegt wird, sind die Nährstoffmengen höher, als die Pflanzen im Auslauf aufnehmen können“, erklärt Heß gegenüber der taz seine Ergebnisse. Dabei könne der überschüssige Stickstoff in Form von Nitrat ins Grundwasser gelangen.

Überdüngungsprobleme oft nicht bekannt

Zwar seien die von der EU-Ökoverordnung zugelassenen 170 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr laut dem Wissenschaftler nicht überschritten worden, aber das liege daran, dass Durchschnittswerte für den gesamten Betrieb ermittelt werden. So gleichen sich Flächen ohne Stickstoff mit Flächen, auf denen zu viel Stickstoff verteilt worden ist, aus. Vor allem bei größeren Anlagen sieht Heß ein Überdüngungsproblem: „Der optimale stationäre Stall hat einen Auslauf in zwei, besser drei Himmelsrichtungen, damit immer ein Teil des Freigeländes stillgelegt werden kann.“ In der Realität haben diese Anlagen meist nur Ausläufe in eine Richtung, da sich rechts und links von diesen weitere Stalleinheiten befinden.

Als Lösung sieht Heß Mobilställe. Der Trend geht eindeutig in diese Richtung und immer mehr Landwirte halten ihre Hühner so. Nichtsdestotrotz gibt es allerdings noch viele stationäre Anlagen. Für genau diese will der Wissenschaftler nun Ausweichmöglichkeiten erarbeiten.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Joujou / pixelio.de

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