Förderung für Herdenschutzhunde

Der Wolf breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Schafhalter werden dazu angehalten ihre Herden mit Präventionsmaßnahmen zu schützen. Eine dieser Maßnahmen ist die Anschaffung von Herdenschutzhunden.

Anträge auf eine Förderung für Herdenschutzhunde können stellen:

  • natürliche und juristische Personen des Privatrechts sowie

  • Personengesellschaften, die eine Nutztierhaltung im Haupt- oder Nebenerwerb betreiben.

  • Reine Hobbytierhalter sind nicht antragsberechtigt.

In Ausnahmefällen werden Schutzhunde auch für Rinder und Pferde gefördert.

 

Folgende Vorraussetzungen müssen hierfür gegeben sein:

  • Zuwendungen sind zum Herdenschutz von Schafen (Herdenmindestgröße 100 Tiere), Ziegen und Gatterwild vorgesehen, in Ausnahmefällen für Rinder und Pferde.

  • In der Regel werden Hunde der Rassen Pyrenäenberghund und Maremmano- Abruzzese oder Mischlinge aus diesen beiden Rassen gefördert.

  • In Ausnahmefällen kann eine Unterstützung für Hunde anderer Herdenschutzhunderassen beantragt werden. Die Tauglichkeit des Tieres muss nachgewiesen werden.

  • Nicht förderfähig sind Folgekosten wie Futter, Hundesteuer, Versicherung, Tierarztkosten, Ausbildung der Hunde und deren Halter.

  • Zuwendungen für Präventionsmaßnahmen sind innerhalb der „Förderkulisse Herdenschutz“ möglich. Diese ist online einzusehen unter www.umwelt.niedersachsen.de

  • Um die Prüfung und Zuchtzulassung der Herdenschutzhunde kümmert sich unter anderem die AG Herdenschutzhunde, Schäferweg 1, 15345 Altlandsberg. Info-Hotline: 0180-65 54 466. Infos auch online unter www.ag-herdenschutzhunde.de

     

KTBL stellt Kosten für Herdenschutz zusammen

 

Das Kuratorim für Technik und Bauwesen hat in einer umfangreichen Studie in der Landwirtschaft (KTBL) mit Unterstützung der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e. V. (VDL) und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie Beratungseinrichtungen in über 60 Praxisbetrieben die zusätzlich anfallenden Kosten für Herdenschutzmaßnahmen erhoben. Für folgende Herdenschutzmaßnahmen wurden Standardkostensätze ermittelt:

  • Herdenschutzhunde,

  • Herdenschutzesel,

  • Herdenschutzzaun,

  • Mobilstall auf der Weide,

  • nächtliche Stallhaltung auf dem Hof und

  • nächtliche Behirtung.

Ebenfalls berücksichtigt wurde der zusätzliche Arbeitszeitbedarf, der beispielsweise für die Betreuung der Herdenschutzhunde oder die zusätzliche Sicherung und Kontrolle der Zäune anfällt.

Diese Standardkostensätze für Herdenschutzmaßnahmen sollen Schafhaltern dabei helfen, jene Maßnahmen auszuwählen, die für ihre Herden am besten geeignet sind. Zusätzlich liefern die ermittelten Werte eine neutrale Datenbasis bei der Vergütung von präventiven Maßnahmen.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

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