Deutlich weniger Antibiotikaeinsatz in Tiermedizin

In der Tiermedizin hat sich der Einsatz von Antibiotika zwischen den Jahren 2011 und 2015 mehr als halbiert. Die bereits Anfang August veröffentlichten Daten zu den in Deutschland 2015 abgegebenen Mengen an Antibiotika in der Tiermedizin, mussten aufgrund fehlerhafter Angaben eines pharmazeutischen Unternehmens, vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit korrigiert werden.

Die Neuauswertung der Daten zeigt, dass sich in Deutschland die Gesamtmenge von abgegebenen Antibiotika zwischen 2011 und 2015 von 1.706 auf 805 Tonnen reduziert hat. Dies entspricht einem Minus von 53 Prozent. Alleine innerhalb der Jahre von 2014 bis 2015 ging die Gesamtmenge der abgegebenen Antibiotika um 433 Tonnen und demnach 35 Prozent zurück. Bei der Auswertung der Abgabemengen für Antibiotika mit besonderer Bedeutung für den Menschen wurde nun herausgefunden, dass die Abgabemengen leicht gesunken sind.

Antibiotika-Reduktion durch Minimierungsstrategie

Nach Angaben des BVL gehören zu den Hauptabgabemengen in den letzten Jahren Penicilline mit rund 300 Tonnen und Tetrazykline mit etwa 220 Tonnen. Weitere oft verwendete Antibiotika sind Polypeptidantibiotika mit 82 Tonnen, Sulfonamiden mit 73 Tonnen und Makroliden mit 52 Tonnen. Das Medikament Fenicole wurde lediglich noch zu etwa fünf Tonnen abgegeben.

„Mein Ziel ist die konsequente Erfassung und die kontinuierliche Senkung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung. Mit der Novelle des Arzneimittelgesetzes haben wir ein System zur Antibiotikaminimierung bei Masttieren etabliert. Wir sehen jetzt, nach der dritten Erfassungsperiode, dass die Strategie zur Antibiotika-Minimierung greift: Alle Kennzahlen sind im Vergleich zur ersten Erfassungsperiode abgesunken", erklärt Bundesagrarminister Christian Schmidt. Trotz der bisherigen Erfolge wird demnach auch weiter an der Minimierungsstrategie für Antibiotika gearbeitet werden.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: I-vista / pixelio.de

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