Biologische Fliegenbekämpfung

Fliegen stellen eine große Schwierigkeit in der Nutztierhaltung dar. Die Tiere führen zu Futterverunreinigungen, Krankheiten und Stress. Das dlz agrarmagazin gibt Tipps, wie Fliegen biologisch mit der Güllefliege oder der Schlupfwespe bekämpft werden können.

Die Güllefliege bevorzugt die gleichen Brutstätten wie die Stallfliege. Der Vorteil liegt bereits hier: Die Larven der Güllefliege ernähren sich von den Stallfliegenlarven. Außerdem ist die Güllefliege sehr träge, hält sich überwiegen im Güllekeller auf und hat kaum Interesse an Tieren oder Menschen. Für eine erfolgreiche Ansiedlung der Güllefliege darf im Vorfeld keine Parasitenbekämpfung durch Entwurmung oder Desinfektionsmittel durchgeführt werden. Zudem sollte die Gülle nicht komplett abgelassen werden, da ansonsten die Brut verloren geht. Für etwa 100 Quadratmeter Stall werden circa 10.000 Güllefliegenpuppen empfohlen. Diese werden in speziellen Kartons geliefert. Die Kosten betragen dabei etwa 15 Euro.

Eine weitere, biologische Möglichkeit die Stallfliegen effektiv zu bekämpfen ist mit Schlupfwespen möglich. Die Larven der Schlupfwespen ernähren sich von den Fliegenlarven. Anstatt den Stallfliegen schlüpfen dann Schlupfwespen. Erwachsene Schlupfwespen ernähren sich ebenso von den Stallfliegenlarven. Die Schlupfwespen sind nachtaktiv und tagsüber kaum im Stall anzutreffen. Außerdem interessieren sie sich für Tier und Mensch nur geringfügig. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 95 Prozent der im Misthaufen auftretenden Larven bekämpft werden können. Für 100 Quadratmeter Stall werden etwa 100 Schlupfwespen empfohlen. Der Preis liegt bei etwa 19 Euro. Die Schlupfwespen müssen jährlich neu gekauft werden.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Kurt Michel / pixelio.de

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