Biobauern wollen Legehennen-Anzahl nicht begrenzen

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer hatte im August der Tageszeitung taz seinen Vorschlag, die Zahl der Bio-Hennen pro Gebäude auf 3.000 Tiere zu begrenzen, unterbreitet. Diese Idee stößt jedoch beim Dachverband der deutschen Bioverbände BÖLW auf Widerstand.

Peter Röhrig, Geschäftsführer des Dachverbandes der deutschen Bioverbände BÖLW, erklärte ebenfalls im taz-Interview, dass bei Legehennen bis zu vier Herden erlaubt sein müssten. Eine Herde entspricht einer maximalen Hennenanzahl von 3.000 Tieren und dementsprechend 12.000 Hühnern.

Nur 3.000 Legehennen pro Stall

Die Europäische Union genehmigt zwar höchstens 3.000 Legehennen pro „Stall“, jedoch erlauben die deutschen Behörden mehrere Ställe in einem Gebäude. Dies hat zur Folge, dass einige Biobetriebe zurzeit um die 30.000 Hühner in einem Gebäude halten. Der wirtschaftliche Vorteil hierbei liegt darin, dass Betriebe Geld sparen können, da sie beispielsweise eine Eiersortiermaschine für mehrere Ställe nutzen könnten.

Der Nachteil bei zu vielen Hühnern in einem Gebäude besteht darin, dass vorgeschriebene Ausläufe oft nicht mit Gras bedeckt sind. Eine überwiegende Vegetationsdecke ist jedoch nach EU-Ökoverordnung vorgeschrieben, da ansonsten Schadstoffe durch Ausscheidungen der Tiere ins Grundwasser gelingen können.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Domaris / pixelio.de

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