Baden-Württemberg: Kostenlose Schulmilch durch EU-Fördermittel

In Baden-Württemberg ändert sich mit dem nächsten Schuljahr die Ausgabe von Schulmilch. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Stuttgart soll diese zukünftig kostenlos an ausgewählten Grundschulen und Kindertageseinrichtungen erhältlich sein. Die Schulmilch wird abhängig vom verfügbaren Budget und der Höhe der Nachfrage ein- bis dreimal pro Woche verteilt.

Aktuell haben die Kinder zwar Schulmilch bekommen, aber deren Eltern mussten dafür einen erheblichen Eigenanteil tragen. So sei die Zahl der teilnehmenden Einrichtungen immer mehr zurückgegangen. Im kommenden Schuljahr will sich das zuständige Ressort stärker auf die Zielgruppen konzentrieren. Außerdem können aufgrund deutlich weniger EU-Fördermittel nur eine begrenzte Anzahl an Verteilungen erfolgen.

Große Nachfrage an EU-Schulprogramm

Der Grund für die niedrigeren EU-Fördermittel ist die starke Teilnahme weiterer Bundesländer und EU-Mitgliedsstaaten an dem EU-Schulprogramm. Dieses ersetzt ab dem Schuljahr 2017/18 die derzeitigen Programme für Schulmilch und Schulfrucht. Für Deutschland werden voraussichtlich knapp 30 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Davon sollen rund neun Millionen auf Milch und der Rest auf Obst sowie Gemüse entfallen.

„Die Zusammenführung des bisherigen EU-Schulobst- und gemüseprogramms mit dem EU-Schulmilchprogramm zum neuen EU-Schulprogramm ist ein großer Erfolg. Damit kann es noch besser gelingen, Kindern diese gesunden Lebensmittel schmackhaft zu machen und sie für eine ausgewogene Ernährung zu sensibilisieren“, erklärt Bundesernährungsminister Christian Schmidt. Das Programm wird durch pädagogische Maßnahmen ergänzt. Dabei ist das Ziel, den Kindern die Landwirtschaft und die große Palette landwirtschaftlicher Erzeugnisse näher zu bringen.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de

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