Ausnahmeregelung für Milchtankstellen gefordert

Derzeit erhalten viele Milchtankstellen-Betreiber Post von den Mess- und Eichämtern. Diese fordern die Landwirte dazu auf, Messgeräte in den Automaten zu installieren, damit für jeden Liter Milch ein Kassenbeleg ausgeben werden kann. Das könnte jedoch das Aus für viele Milchtankstellen sein.

Deshalb fordert der agrarpolitische Sprecher der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, Dr. Leopold Herz, eine Ausnahme für Milchtankstellen von der Mess- und Eichverordnung. Der Trend geht bei den Milchbauern derzeit hin zur Selbstvermarktung mit Hilfe von Milchautomaten. Nur noch ein Teil der Milch werde an Molkereien geliefert. „Das nenne ich eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Der Verbraucher freut sich über ein hochwertiges Produkt, dessen Herkunft er genau kennt – und die Landwirte erhalten wieder einen kostendeckenden Preis“, so Dr. Leopold Herz gegenüber top agrar online.

Mit einem Dringlichkeitsantrag, den die Freien Wähler ins Plenum des Bayerischen Landtags einbringen, sollen die Milchtankstellen vor dem Aus retten. In dem Antrag fordern sie die Staatsregierung dazu auf, sich auf Bundesebene für eine Ausnahmeregelung starkzumachen. Weiter verlangt die Partei, dass bis zu einer endgültigen Entscheidung auf die Forderungen der Mess- und Eichämter verzichtet werden sollte.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

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