Abbau des Milchkuhbestandes in den Niederlanden

In den Niederlanden soll der Milchkuhbestand um 11 Prozent abgebaut werden. Dies entspricht rund 200.000 Tieren. Grund dafür ist die seit etwa zwei Jahren überschrittene Phosphat-Emission. Das Land muss nun handeln, ansonsten drohen Sanktionen der EU-Kommission. Für Milchviehbetriebe, die ihre Kühe aufgeben, stehen 50 Millionen Euro als Entschädigung zur Verfügung.

Diese Entscheidung haben der Bauernverband, der Milchwirtschaftsverband, der Jungbauernverband, der Verband der Milchviehhalter und die Rabobank getroffen. Ziel ist es, die Obergrenze für die landesspezifischen Phosphat-Emissionen von 172,9 Millionen Kilogramm, ab 2017 wieder einhalten zu können. Derzeit beträgt die überschrittene Phosphat-Emissions-Grenze etwa 2,5 Millionen Kilogramm.

Tierprämien und Liquiditätshilfen

Um Tierhalter einen Anreiz für eine schnelle Abschaffung zu bieten, sind Tierprämien vorgesehen. An drei Terminen sollen diese in absteigender Höhe ausgezahlt werden. Zudem würden Banken Liquiditätshilfen für Betriebe bereitstellen. Milchviehhalter, die ihre Herde zum zweiten Juli 2015 um mindestens vier Prozent abgebaut haben, werden von der Kürzung ausgeschlossen.

Experten gehen davon aus, dass die Folge der Abstockung in den nächsten zwei Jahren ein Rückgang der Milchproduktion um etwa zwei Milliarden Liter betragen wird.

Quelle: www.kupconcept.de

Foto: Marco Barnebeck(Telemarco) / pixelio.de

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