Milben

Schweineräude

Die Schweineräude wird durch Grabmilben (Sarcoptes scabei var. suis) verursacht, deren Weibchen zur Eiablage Gänge in die obersten Hautschichten graben. Die Grabmilben werden bis zu 0,5 mm groß und haben einen runden Körper, über welchen nur die zwei vorderen Beinpaare hinausragen. Die Milben können unter geeigneten Bedingungen getrennt vom Wirt mehrere Wochen im Stall überleben. Der Räudebefall nimmt vom Ohrgrund, der Innenseite der Ohren, den Gelenkbeugen und der Bauchfalte seinen Ausgang. Von dort kann der ganze Tierkörper besiedelt werden. Bei Therapie ziehen sich die Milben gerne in den äußeren Gehörgang zurück.

Auffallend ist der starke Juckreiz, verbunden mit Hautveränderungen wie Rötungen, Pusteln, Borken und schmierigen Krusten. Die durch Räudemilben hervorgerufenen Schäden manifestieren sich in vielfältiger Art: Durch Juckreiz ruhelose Sauen erdrücken schneller ihre Ferkel; ihre Milchproduktion nimmt ab. Die durch Scheuern geschädigte Haut kann sich sekundär bakteriell entzünden; überhaupt zeigen räudekranke Tiere eine Neigung zur Abwehrschwäche. Durch verbesserte Haltungsund Ernährungsbedingungen kommt es zwar nur noch selten zu den ausgeprägten Räudeformen mit großflächiger Pusteln- und Borkenbildung, doch auch eine versteckte Räude führt bereits zu einer deutlichen Verminderung der Gewichtszunahme und einer verlängerten Mastdauer. Räudefreie Läufer brauchen im Vergleich für das gleiche Mastgewicht bis zu 15 kg weniger Futter und rund 1 Woche weniger Mastzeit als befallene Tiere.

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