Schweineinfluenza

Die Influenza ist eine seit langem bekannte virale Erkrankung der Atmungsorgane. Es handelt sich um eine akut verlaufende, hoch ansteckende Erkrankung mit teilweise endemischen Charakter. Sie besitzt auch eine Bedeutung für die öffentliche Gesundheit des Menschen, da der Erreger durch Rekombination auf den Menschen übergehen kann.

Ursache

Das Influenzavirus gehört zu der Gruppe der Orthomyxoviren. Schweineinfluenzaviren werden den Subtypen H1N1 und H3N2 zugeordnet. Diesen Subtypen werden auch Virusisolate von Menschen und Vögeln zugerechnet.

Symptome

2-4 Tage nach Infektion sind erste Symptome wie Depression, Appetitlosigkeit (Anorexie), hohes Fieber sowie Muskelschwäche und -schmerzen zu beobachten. Das sehr plötzliche Auftreten sowie die schnelle Erkrankung fast aller Tiere des Bestandes sind typisch. Als respiratorische Kardinalsymptome sind Atemnot (Dyspnoe) und ein krampfhafter / schmerzhafter trockener Husten auffällig. Auf Grund des sehr hohen Fiebers kann es bei Sauen zu Aborten und Fruchtbarkeitsstörungen kommen. Saugferkel erkranken in der Regel nicht. Bei unkompliziertem Verlauf und sehr guten hygienischen Verhältnissen sowie guter Konstitution der Tiere genesen diese innerhalb von 4-6 Tagen. Meist aber treten durch Sekundärinfektionen (z. B. Pasteurellen, Actinobacillus...) Bronchopneumonien auf, deren Ausprägung den Krankheitsverlauf bestandsspezifisch bedeutend verlängern kann.

Diagnose

Das plötzliche Auftreten der beschriebenen Symptome, vor allem das hohe Fieber, einhergehend mit fast völliger Futterverweigerung, ermöglicht dem erfahrenen Tierarzt bereits die Diagnose. Die Bestätigung und Sicherung der Diagnose im Labor durch Erregerisolierung oder den Nachweis von Antikörpern ist möglich und sollte als Grundlage der vorzunehmenden Therapie und Prophylaxe durch den Hoftierarzt realisiert werden. Der Nachweis der am Krankheitsgeschehen beteiligten Sekundärerreger ist notwendig, um eine gezielte Therapie mit wirksamen Antibiotika abzusichern.

Prophylaxe und Therapie

Eine gezielte Immunprophylaxe (Impfung) ist möglich und kann das Abortieren bei Sauen verhindern. In der Mast ist ebenfalls eine Impfung möglich, sollte aber auf Grundlage einer Kosten-Nutzen-Analyse getätigt werden. Zur Therapie in der akuten Phase sind fiebersenkende und schleimlösende Medikamente angezeigt. Eine gezielte Antibiotikabehandlung zur Therapie der bakteriellen Sekundärinfektion ist notwendig um gerade die, durch sie hervorgerufen, schwereren Komplikationen (Bronchopneumonien) zu verhindern. Bei rechtzeitiger Therapieeinleitung und optimalen Umweltverhältnissen sowie guter Konstitution der Bestände ist die Prognose einer schnellen Heilung nicht ungünstig.

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