Zecken

Zecken können entweder selbst Krankheits-erreger sein oder mit Bakterien, Protozoen oder Helminthen Krankheiten übertragen. Ein Zeckenbefall ist am Tier einfach mit bloßem Auge nachzuweisen, allerdings kann ein schwacher Befall leicht übersehen werden. Zur Zeckenbehandlung wird eine regelmäßige Behandlung aller Weidetiere mit einem Akarazid empfohlen.

Ixodes ricinus (Holzbock)

Der Holzbock ist in Europa am weitesten verbreitet und befällt Wiederkäuer bevorzugt an Kopf, Ohren und Hals, in der Dammgegend sowie an den Innenflächen der Vorder- und Hinterbeine. Es entstehen Hautverdickungen und örtliche Hautentzündungen sowie bei Massenbefall Blutarmut, Entwicklungs-störungen, Gewichtsverluste und Milchrückgang.
Besonders gefährlich ist der Holzbock, weil er bestimmte Erreger überträgt: Babesia divergens, den Erreger von Weidenrot und Blutharne, Ehrlichia phagocytophila, den Erreger des Zeckenfiebers sowie Borrelia burgdorferi, den Erreger der Lyme-Borreliose.

Haemaphysalis punctata

Diese Zeckenart kommt begrenzt in ganz Europa vor. Auf den Nord- und Ostfriesischen Inseln ist sie die Überträgerin von Babesia major, den Erreger der spontanen Milzruptur (Milzriss) der Rinder.

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