Kälberdurchfall 

Durchfallerkrankungen gehören nach wie vor zu den häufigsten und verlustreichsten Gesundheits-störungen bei jungen Kälbern. Rund ein Drittel der Kälber erkranken in den ersten Lebenswochen. Häufigkeit und Schweregrad können von Bestand zu Bestand erheblich variieren (0 bis 90 %). Die durch Diarrhöen verursachten wirtschaftlichen Einbußen sind enorm. Neben den Behandlungs-kosten tragen auch verminderte Gewichtszunahmen und Verluste durch Todesfälle dazu bei. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem der arbeitsintensiven Betreuung schwerkranker Kälber. Ätiologisch spielen enteropathogene bakterielle, virale und parasitäre Erreger eine Rolle. Von großer Bedeutung sind jedoch ebenso Umwelteinflüsse, wie etwa Tränketechnik, Haltungsbedingungen und der Immunstatus der Herde

Therapie

Unabhängig von der Ätiologie und Pathogenese verlieren durchfallkranke Kälber große Mengen an Wasser, Elektrolyten und Puffersubstanzen. Daraus ergeben sich schwerwiegende gesundheitliche Probleme. Eine sinnvolle und effektive Therapie des Kälberdurchfalls beinhaltet folglich neben der kausalen Therapie immer eine symptomatische Therapie. Bei Kälbern, die noch selbständig trinken, sind orale Rehydratationstränken (ORT) hier das Mittel der Wahl.
Durchfallkranke Kälber leiden neben der Dehydratation fast immer unter einer metabolischen Azidose. Die schnelle und gezielte Korrektur dieser potenziell lebensbedrohlichen Abnahme des pH-Wertes im Blut mit basisch wirksamen Puffersubstanzen ist für das Allgemeinbefinden und den Appetit des Kalbes von zentraler Bedeutung.
Jahrzehntelang wurde durchfallkranken Kälbern Tee mit Traubenzucker eingeflößt, im Glauben dass der kranke Darm Ruhe braucht. Die Wichtigkeit der Beibehaltung der Milchfütterung bei durchfallkranken Kälbern ist heute, im Gegensatz zu früher vertretenen Meinungen, unumstritten. Auch durchfallkranke Kälber sind offensichtlich in der Lage die Milchverdauung in hohem Maße aufrecht zu erhalten. Die Aufnahme von Milch verbessert das Allgemeinbefinden und den Immunstatus und unterstützt die Regeneration des Darmepithels.

Zur oralen Rehydratationstherapie bei Kälbern während und nach Verdauungsstörungen (Durchfall) ist Glutellac® das ideale Diätergänzungsfuttermittel zur Stabilisierung des Wasser- und Elektrolythaushaltes.

 

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