Magen-Darm-Erkrankungen

Magen-Darm-Infektionen des Rindes

Magen-Darm-Infektionen, wie sie z. B. durch Salmonellen, E. coli oder auch Kokzidien auftreten können, gehören zu den bedeutsamsten und wirtschaftlich relevantesten Krankheiten des Rindes. Durch die Intensivierung der Rinderproduktion hat die Häufigkeit dieser Infektionen zugenommen. Magen-Darm-Infektionen haben nicht nur Einfluss auf den allgemeinen Gesundheitszustand, sondern auch auf die Entwicklung der Tiere (Gewichtszunahme, Vitalität) und auf die erbrachten Leistungen (Laktationsleistung, Wachstum).

Bei diesen Erkrankungen, die meist infektiöser Ursache sind, handelt es sich um multifaktorielle Krankheiten, das heißt Faktorenkrankheiten. Sie können sich durch Umweltdefizite, die den Infektionsdruck erhöhen, entwickeln. Die Haltungsform (Überbelegung, Einzelhaltung, Gruppenhaltung, Spaltenböden), die Stallhygiene, eine artgerechte Fütterung und das Stallklima bestimmen den Infektionsdruck. Hinzu kommt noch die Empfänglichkeit der Tiere (Alter, individuelle Unterschiede). Schädliche Umwelteinflüsse auf die Tiere stellen eine Stresssituation dar, die zu einer Schwächung des Immunsystems führen kann.

Geschwächtes Immunsystem = leichtes Spiel für die Krankheitserreger!

Die Empfänglichkeit für Magen-Darm-Infektionen bei immunologisch geschwächten Tieren steigt. Die erwünschte Darmflora wird unterdrückt und geschädigt, so dass unerwünschte Keime sich vermehren können und den Magen-Darm-Trakt negativ beeinflussen. Oft folgt auf eine Primärinfektion in Kürze eine Sekundärinfektion.
Ein gut funktionierendes Immunsystem ist die beste Garantie für die Gesundheit der Tiere. Hygienische Maßnahmen und artspezifische Fütterung, bezüglich der Nährstoffversorgung und Rohstoffauswahl, unterstützen die Bekämpfung.

Die bedeutsamsten Magen-Darm-Infektionen des Rindes:

  1. Bakterielle Infektionen
  2. Virusinfektionen
  3. Parasiteninfektionen

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