Schwarzkopfkrankheit der Puten (Histomonose, Typhlohepatitis enzootica)

Die Histomonose ist eine bei 1 – 3 Monate alten Puten- und Hühnerküken akut, bei älteren Jungtieren langsamer verlaufende Infektionskrankheit. Perlhühner, Pfauen sowie wild lebende Hühnervögel wie Fasane und Rebhühner können ebenfalls erkranken. Erreger ist ein einzelliger Parasit, Histomonas meleagridis. Die Übertragung erfolgt durch in den Eiern oder Larven des Blinddarmwurms Heterakis gallinarum befindliche Histomonas- Stadien. Daneben kann die Infektion auch durch die Aufnahme von Regenwürmern erworben werden, die als Transportwirte für Heterakis-Larven fungieren, so dass ein einmal verseuchter Auslauf jahrelang verseucht bleiben kann.

Nach einer Infektion werden Truthühner schläfrig und immer schwächer und sitzen mit gesträubtem Gefieder im Stall. Charakteristisch ist der schwefelgelbe Kot. Junge Tiere sterben oft nach wenigen Tagen, bei älteren Tieren verläuft die Krankheit eher chronisch. Die durch Kreislaufstörungen verursachte blaurote bis schwärzlicher Verfärbung der Kopfhaut, die der Krankheit ihren Namen gegeben hat, tritt nicht immer auf. Beim Huhn sind Erkrankungen seltener und äußern sich vor allem durch Müdigkeit, schleimigen Durchfall, z. T. auch mit Atemnot. Die gut wirksamen Wirkstoffe Ronidazol und Dimetridazol sind zur Anwendung beim lebensmittelliefernden Tier nicht mehr zugelassen. Daher kommt der Prophylaxe größte Bedeutung zu: Truthühner sollten von Hühnern streng getrennt aufgezogen und Junghühner getrennt von älteren Tieren gehalten werden. Durch eine regelmäßige und konsequente Entwurmung kann der Befall mit Histomonaden deutlich reduziert werden, eine nur gelegentliche Entwurmung ist allerdings ohne Effekt.

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