Geflügelrotlauf

Der Rotlauf des Geflügels ist eine bei Nutz-, Wild- und Ziervögeln meist akut septikämisch, gelegentlich aber auch chronisch verlaufende Infektionskrankheit. Der Erreger, Erysipelothrix rhusiopathiae, ist ein grampositives Bakterium, das identisch ist mit dem Erreger des Schweinerotlaufs. Durch Kontakt mit infizierten Schweinen kann daher Rotlauf in Geflügelbestände eingeschleppt werden. Bei Puten tritt der Rotlauf plötzlich mit einzelnen Todesfällen auf, die Futteraufnahme sinkt, besonders die Hähne werden schläfrig.

Der Kot ist gelblich bis grünweiß, die nackte Kopfhaut leuchtend rot bis violett, bei den Hähnen sind Stirn- oder Nackenwulst zyanotisch und geschwollen. Bei Hühnern, Enten, Fasanen und Wachteln bestehen die wesentlichen Symptome in allgemeiner Schwäche, Diarrhöe und plötzlichen Todesfällen. Rotlauf ist eine Zoonose, wobei vielfältige Übertragungsmöglichkeiten bestehen, da der Erreger saprophytär bei lebenden und toten Tieren vorkommen kann. Meist kommt es zu örtlichen Wundinfektionen (Erysipeloid), gefährdet sind besonders Personen, die Kontakt mit erregerhaltigem Material haben (Tierärzte, Fleischer, Köche, Hausfrauen). Ohne rechtzeitige ärztliche Behandlung können Septikämie und Allergie das Krankheitsbild komplizieren.

Suche

Newsletter

Tagcloud