Kokzidiose

Neben den bakteriellen Erkrankungen stellt die Kokzidiose die wichtigste Krankheit des Wirtschaftsgeflügels dar. Kokzidiose ist eine von einzelligen Parasiten hervorgerufene Krankheit. Kokzidien sind sehr widerstandsfähig und können unter den entsprechenden Bedingungen für lange Zeit überleben. Sie sind gegenüber den gebräuchlichen Desinfektionsmitteln resistent. Diese Widerstandsfähigkeit, gepaart mit einer ungeheuren Fähigkeit der Vermehrung, ist für eine schnelle Kontamination der Umgebung mit infektiösen Oozysten verantwortlich. Kokzidieninfektionen können zu schwerer Krankheit und sogar zum Tod führen, wenn bestimmte Umweltfaktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit, Hygienestatus und spezifische, das Wirtstier betreffende Faktoren wie Alter und allgemeiner Gesundheitszustand dafür günstig sind.

Eimerien

Beim Huhn sind acht verschiedene, bei der Pute sieben verschiedene Kokzidienspezies bekannt, alle gehören zur Gattung Eimeria. Von diesen kommen beim Huhn sechs Eimeria-Arten und bei der Pute zwei Eimeria-Arten eine wirtschaftliche Bedeutung zu. Eimerien verhalten sich stark wirtspezifisch, d. h. für das Huhn infektiöse Arten sind für Pute und anderes Geflügel nicht infektiös. Darüber hinaus beschränkt sich die Infektion auf bestimmte Abschnitte des Darmtraktes. Einzig sporulierte Oozysten sind infektiös.

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